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Tagblatt 29.05.08


Moderator gegen Rapper

An der «Best of Leone»-Fight-Night in der Kreuzbleichehalle boxt Marco Fritsche gegen Gimma

Am Samstag steigt in der St. Galler Kreuzbleichehalle der Thai-Box-Event «Best of Leone». Sozusagen als Zugabe zur Schweizer Thai-Box-Elite steigen der Fernsehmoderator Marco Fritsche und der Rapper Gimma zugunsten der Sporthilfe Schweiz in den Ring. Die Knie um die Ohren schlagen werden sich die beiden allerdings nicht. «Thai-Boxen zu lernen, wäre in der kurzen Vorbereitungs-Zeit sehr schwierig gewesen», sagt Mitorganisator Gianfranco Manzan.

Fritsche und Gimma müssen sich also auf ihre Fäuste verlassen. Zuschlagen werden sie laut Manzan mit den etwas weniger harten Trainings-Handschuhen. «Aber auch das sind keine Wattebäuschen», betont der Boxtrainer – eine Entscheidung durch Knockout liegt also durchaus im Bereich des Möglichen. Um diesem Schicksal zu entgehen, hat Marco Fritsche für seine Verhältnisse «wahnsinnig viel trainiert»: Fünf mal pro Woche zwei Stunden, drei mal davon mit dem Boxclub Goldach.

30 Kilogramm

Allerdings hatte er auf Gimma auch einiges wettzumachen. Dieser bringt 30 Kilogramm mehr auf die Waage und hat zudem das «Bad Boy»-Image auf seiner Seite. Bis im Alter von 20 Jahren sei er lediglich in zwei Schlägereien verwickelt worden, erzählt Marco Fritsche, «einmal in der Primarschule und einmal im Gymnasium». Wenn im Box-Training ein Schlag sass, habe er sich anfangs immer entschuldigt, erinnert sich der TVO-Moderator; «aber der Trainer hat mir das unterdessen abgewöhnt». Boxen sei mit einer Schlägerei jedoch nicht zu vergleichen, sagt Marco Fritsche. «Es geht darum, Punkte zu machen» – des Gegners Kopf stellt er sich im Boxring deshalb hin und wieder als Dartscheibe vor.

Gianfranco Manzan will für den drei mal zwei Minuten dauernden Promi-Kampf keine Prognose abgeben. Den netten jungen Mann aus Appenzell schätzt er technisch und konditionell allerdings stärker ein als den bösen Buben aus dem Bündnerland. «Fritsche wird besser laufen und die Deckung oben haben», sagt der Fachmann. Der Geehrte ist skeptischer, zumal im Ring die Nervosität mitspielen wird. Sein Ziel? «Das bisschen Gelernte umsetzen und meine Kombinationen anbringen.»

Der musische Typ

Auch wenn er das Abenteuer mit einem blauen Auge bezahlen sollte: Eine Sendepause wird der Fernsehmoderator nicht einlegen. «Die Leute wissen ja, woher die Flecken kommen.» Auch die Boxhandschuhe wird Fritsche nach dem Promi-Kampf nicht an den berühmten Nagel hängen. Er sei zwar «eher der musische als der sportliche Typ» – aber den vom dreimonatigen Training gestählten Körper will er nicht mehr missen.

Peter Brühwiler

© 2008 Best of Leone MGFWEB