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anzeiger Dienstag 20. Mai 2008
Marco Fritsche

Bereit für den Boxfight

Für seinen Promi-Boxkampf gegen Rapper Gimma hat MarcoFritsche (32) vieles in seinem Leben umge
stellt.

von Ueli Daepp








Der Countdown zum Showdown läuft: Am Samstag, 31. Mai, steigt anzeiger-Kolumnist und Tele-Ostschweiz-Moderator Marco Fritsche in der St.Galler Kreuzbleiche in den Boxring. Dort will er dem Bündner Rapper Gimma (28) tüchtig auf die Kappe geben.

Fritsche ist schlank und rank. Seit 1. März bereitet er sich intensiv auf den Promi-Boxkampf vor. Dreimal pro Woche ist er Gast beim Goldacher Boxklub. Er hat kaum in einem Training gefehlt und joggt dazu jede Woche drei bis vier Stunden – zumeist in seiner Heimat Appenzell. Und zu all­dem stemmt er mindestens einmal pro Woche Gewichte im Kraftraum. «Und das mache ich alles neben meinen Jobs», staunt selber über seine Disziplin.

Einmal im Leben einen Sixpack

Aus dem Raucher und tendenziellen Sportmuffel Marco Fritsche ist in den elf Wochen ein Sportsmann geworden. Das Rauchen hat er aufgegeben (dafür kaut er auf Zahnstochern herum) und die Ernährung umgestellt. Nicht ohne Stolz hebt er seinen Pulli und präsentiert einen makellosen «Waschbrettbauch». Einmal im Leben einen Sixpack haben – das wollte der eitle Appenzeller schon immer! «Ein Sixpack ist das vielleicht noch nicht ganz – aber bestimmt ein Vorpack.»

Vor elf Wochen glaubte der 183 cm grosse und 73 Kilo leichte Bondschopf beim Anblick seines Bauchs «erste Anzeichen eines Pirellibuuchs» festzustellen. Seine Liebe zum Appenzellerbier sei daran schuld. Nun hofft er aber, die guten Körperformen für einige Zeit «konservieren» zu können.

Der Weg zum Sixpack war mit viel Schweiss und Schmerz verbunden: Fritsche verspürt Verschleisserscheinungen vom Training, fühlt sich etwas ausgelaugt. Blasen schmerzen an den Fussballen. Boxer «tänzeln» vor allem auf ihren Fussballen, entsprechend gut wollen diese nun auch auf den Kampf vorbereitet sein. «Sogar beim Joggen muss ich stets über den Vorderfuss abrollen», erzählt Fritsche. Muskelkater begleitet ihn oft. Im Rippenbereich hat er ein paar rote Flecken abbekommen. «Manchmal liege ich im Bett und fühle mich wie in der RS nach langen Fussmärschen.»

Er sei froh, wenn der Boxkampf vorbei sei, seufzt er und nimmt einen Schluck Tee. Die Anspannung ist gross, seine Tage durchs zeitintensive Training lange. «Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich kaum Ja gesagt zu diesem Boxkampf.»

Grosse Klappe und dann seckle

Fritsche startete ohne jegliche Boxerfahrung in dieses Projekt. «Meine einzigen Kampferfahrungen sind die Filme ‹Rocky I› bis ‹Rocky VI›.» Geprügelt hat er sich in seinem Leben noch kaum je mit jemandem. «Um Prügeleien aus dem Weg gehen zu können, lautete mein Rezept stets: Grosse Klappe und dann seckle.» An der «Fight night» vom 31. Mai um 21.20 Uhr wird ihm das geölte Mundwerk für einmal nichts nützen. ■

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